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Wie sich Haustiere auf unsere Psyche auswirken

  • Autorenbild: Claudia Weidinger
    Claudia Weidinger
  • 21. Apr.
  • 10 Min. Lesezeit

Haustiere sind längst mehr als bloße Begleiter. Sie beeinflussen unsere psychische Gesundheit, fördern das Wohlbefinden, reduzieren Stress und stärken soziale Bindungen. Während Tiere früher vor allem als Nutztiere oder Jagdgefährten galten, sind sie heute emotionale Partner, Familienmitglieder und sogar Therapieinstrumente.

Zahlreiche Studien belegen den positiven Einfluss von Haustieren auf psychische und physische Gesundheit. Von der Oxytocin-Freisetzung beim Streicheln über die Stressreduktion bis hin zur Unterstützung bei psychischen Erkrankungen – Haustiere können unser Leben auf vielfältige Weise bereichern.


Mann mit Hund beim Gassi gehen
"Haustiere fördern unser Wohlbefinden, reduzieren Stress und stärken soziale Bindungen. "


Das Wichtigste in Kürze


  • Haustiere stärken die psychische Gesundheit: Der regelmäßige Kontakt mit Tieren kann Stress reduzieren, das Wohlbefinden steigern und emotionale Stabilität fördern.

  • Stressabbau durch Tierkontakt: Streicheln, Spielen oder Beobachten von Haustieren senkt nachweislich das Stresshormon Cortisol und fördert die Ausschüttung von Glückshormonen wie Oxytocin und Serotonin.

  • Emotionale Unterstützung im Alltag: Haustiere bieten Gesellschaft, reduzieren Einsamkeit und geben vielen Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

  • Positive Wirkung auf Kinder: Kinder lernen durch Haustiere Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Geduld. Gleichzeitig können Tiere helfen, Ängste und Stress zu verringern.

  • Unterstützung für ältere Menschen: Für Senioren können Haustiere eine wichtige Rolle spielen, indem sie soziale Kontakte fördern, Struktur im Alltag schaffen und Einsamkeit reduzieren.

  • Einsatz in der Therapie: Tiergestützte Therapien mit Hunden, Katzen oder Pferden werden zunehmend in Kliniken, Schulen und Pflegeeinrichtungen eingesetzt, um psychische Erkrankungen zu unterstützen.

  • Mehr Bewegung und Aktivität: Besonders Hunde motivieren zu regelmäßiger Bewegung und fördern dadurch sowohl körperliche als auch mentale Gesundheit.

  • Verantwortung und langfristige Bindung: Die Entscheidung für ein Haustier sollte gut überlegt sein, da Pflege, Zeit und Verantwortung wichtige Voraussetzungen für eine positive Mensch-Tier-Beziehung sind.


Inhaltsverzeichnis




  1. Die emotionale Bindung zu Haustieren


Historische Perspektive

Haustiere begleiten den Menschen seit Jahrtausenden. Hunde halfen bei der Jagd, Katzen schützten Vorräte vor Nagetieren. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten Tiere zunehmend eine emotionale Rolle. Historische Quellen zeigen, dass Tiere schon früh als emotionale Begleiter wahrgenommen wurden, die Sicherheit, Komfort und Gesellschaft bieten.

Heute gelten Haustiere als Familienmitglieder, deren emotionale Präsenz messbare psychologische Effekte auf Menschen hat.


Psychologische Aspekte der Mensch-Tier-Bindung

Die Bindung zu Haustieren kann wie eine sichere Beziehung in der Kindheit wirken. Tiere bieten emotionale Stabilität, ohne die Komplexität menschlicher Beziehungen. Psychologische Mechanismen:

  • Zuwendung und Fürsorge: Geben und Empfangen von Pflege stärkt das Selbstwertgefühl

  • Emotionale Spiegelung: Tiere reagieren auf menschliche Gefühle, was Validation bietet

  • Konstante Präsenz: Haustiere sind zuverlässig verfügbar, wodurch Geborgenheit entsteht


Oxytocin, Dopamin und das Belohnungssystem

  • Oxytocin: Fördert Bindung, Vertrauen und Stressabbau

  • Dopamin: Aktiviert das Belohnungssystem und steigert Freude

  • Serotonin: Unterstützt Stabilität der Stimmung

Streicheln, Spielen oder Sprechen mit Haustieren stimuliert diese Neurotransmitter und steigert unser emotionales Wohlbefinden.


Hundehalter beim Spaziergang im Park zur Stressreduktion und mentalen Gesundheit
 „Gemeinsame Aktivitäten mit Haustieren fördern soziale Kontakte und reduzieren Isolation.“


  1. Stressreduktion und Wohlbefinden


Kortisolreduktion und Herz-Kreislauf-Effekte

Tierkontakte senken das Stresshormon Cortisol. Studien belegen, dass Menschen, die regelmäßig ihre Haustiere streicheln oder mit ihnen spielen, eine niedrigere Herzfrequenz und einen stabileren Blutdruck aufweisen. Dies wirkt präventiv gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und stärkt die psychische Stabilität.


Routinen und Alltagsstruktur

Haustiere bringen Struktur in den Alltag:

  • Fütterungszeiten

  • Spaziergänge oder Spielzeiten

  • Regelmäßige Tierarztbesuche

Diese Routinen reduzieren Unsicherheit und Chaos, besonders bei Menschen mit Depressionen oder Angststörungen.


Haustiere in beruflich stressigen Lebenslagen

Haustiere wirken als emotionaler Ausgleich, insbesondere in stressintensiven Jobs:

  • Kurze Pausen zum Streicheln oder Spielen

  • Ablenkung von Stresssituationen

  • Förderung von Entspannung nach der Arbeit




  1. Haustiere als soziale Unterstützer


Einsamkeit und Isolation

Besonders ältere Menschen oder Alleinlebende profitieren von der gesellschaftlichen Präsenz von Haustieren. Tiere verringern Einsamkeit, da sie:

  • Aufmerksamkeit fordern

  • Interaktion ermöglichen

  • Rituale im Alltag fördern


Soziale Interaktion durch Tierhaltung

Hundebesitzer treffen sich häufig in:

  • Hundeschulen

  • Tierparks

  • Online-Communities

Dies stärkt soziale Kontakte und reduziert Isolation.


Haustiere in urbanen und ländlichen Lebensräumen

  • Urban: Tiere als sozialer Anker und Begegnungspunkt

  • Ländlich: Tiere fördern Arbeit, Verantwortung und psychische Stabilität


4. Auswirkungen auf die mentale Gesundheit


Depressionen

Tierkontakte erhöhen positive Emotionen und reduzieren depressive Symptome. Menschen mit Haustieren berichten von besseren Stimmungswerten, höherer Motivation und mehr Lebenszufriedenheit.


Angststörungen

Haustiere wirken als emotionaler Puffer gegen Angst:

  • Beruhigende Nähe

  • Streicheln reduziert körperliche Symptome wie Herzrasen

  • Tiere helfen bei der Regulierung von Emotionen


Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Therapie- und Assistenzhunde unterstützen Menschen mit PTBS durch:

  • Reduktion von Flashbacks

  • Beruhigung bei Panikattacken

  • Steigerung des Sicherheitsgefühls in sozialen Situationen


Verbesserung von Selbstwertgefühl und Resilienz

Verantwortung, Bindung und Interaktion mit Haustieren stärken Selbstbewusstsein, soziale Kompetenz und psychische Widerstandskraft.


Frau mit zwei Kaninchen auf dem Schoß
„Tiergestützte Therapien helfen Patienten, Stress abzubauen und emotionale Stabilität zu fördern.“

5. Haustiere bei psychischen Erkrankungen


Therapietiere und Assistenztiere

Haustiere werden zunehmend in Therapieprogrammen eingesetzt. Besonders Hunde, Katzen und Pferde haben sich als therapeutische Partner bewährt. Es gibt zwei Hauptformen:

  • Therapietiere: Tiere, die gezielt in Kliniken, Schulen oder Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden, um Patienten emotional zu stabilisieren.

  • Assistenztiere: Speziell ausgebildete Tiere, die Menschen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen im Alltag unterstützen, z. B. Hunde für Menschen mit PTBS oder Angststörungen.

Beispiel: Ein Therapiehund in einer psychiatrischen Klinik hilft Patienten durch Berührung, Nähe und Strukturierung des Alltags, wodurch Angst und depressive Symptome nachweislich abnehmen.


Studien zu tiergestützter Therapie

  • Eine Studie der Universität Kyoto zeigte, dass Patienten mit Therapiehunden eine deutliche Reduktion von Angst und Stress im Vergleich zu Kontrollgruppen erlebten.

  • In Deutschland fanden Forscher heraus, dass Menschen mit Therapiehunden nach nur 8 Wochen eine messbare Senkung des Cortisolspiegels und eine Zunahme von Oxytocin hatten.


Langzeitwirkungen

Langfristiger Kontakt mit Therapietieren kann:

  • Selbstwertgefühl erhöhen

  • Soziale Interaktion fördern

  • Angstsymptome reduzieren

  • Depressive Verstimmungen mildern

Therapietiere wirken also nicht nur kurzfristig beruhigend, sondern können die mentale Stabilität nachhaltig stärken.



6. Die Rolle von Haustieren im psychologischen Kontext


Hunde

Hunde fördern Bewegung, soziale Interaktion und emotionale Nähe. Studien zeigen:

  • Regelmäßige Spaziergänge senken Stresshormone und Blutdruck

  • Hunde reagieren sensibel auf Stimmungen ihrer Besitzer

  • Hundebesitzer berichten über höhere Lebenszufriedenheit und weniger Einsamkeit


Katzen

Katzen bieten besonders ruhige, stressreduzierende Gesellschaft. Das Schnurren wirkt nachweislich:

  • Blutdruck senkend

  • Entspannend auf das Nervensystem

  • Reduzierend bei Angstgefühlen

Katzen eignen sich besonders für Menschen, die weniger aktiv oder häuslich gebunden sind.


Andere Haustiere: Vögel, Kaninchen, Fische

  • Vögel: Fördern Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und soziale Interaktion durch Beobachtung und Pflege.

  • Kaninchen: Vermitteln Ruhe, können emotionale Nähe bieten und Stress reduzieren.

  • Fische: Studien zeigen, dass die Beobachtung eines Aquariums das Herz-Kreislauf-System beruhigt und zur Entspannung beiträgt.


Vergleich: Welches Tier für welchen Persönlichkeitstyp

Persönlichkeit

Geeignetes Haustier

Vorteil

Aktiv, sozial

Hund

Bewegung, soziale Kontakte, emotionale Unterstützung

Ruhig, introvertiert

Katze

Stressabbau, emotionale Nähe ohne hohen Aufwand

Beobachtend, entspannend

Fisch

Beruhigend, fördert Achtsamkeit

Familienorientiert

Kaninchen oder Meerschweinchen

Beruhigend, können den Geduldigen Umgang fördern ( Wichtig: Sowohl Kaninchen als auch Meerschweinchen sind Fluchttiere und keine Kuscheltiere! Darüber hinaus sind sie bei artgerechter Haltung pflegeintensiv.)

Kaninchen sitzt im Gras
„Haustiere fördern bei Kindern Empathie, soziale Fähigkeiten und Verantwortungsbewusstsein.“


7. Haustiere und Kinder


Entwicklung von Empathie und Verantwortung

Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, entwickeln:

  • Empathie: Tiere reagieren auf Gefühle, Kinder lernen Einfühlungsvermögen

  • Verantwortungsbewusstsein: Füttern, Pflege und Hygiene fördern Verantwortlichkeit

  • Geduld und Stressmanagement: Umgang mit Tieren lehrt Rücksichtnahme


Stressbewältigung bei Kindern

Haustiere wirken als emotionale Puffer gegen Ängste:

  • Streicheln oder Spielen senkt Stresshormone

  • Kinder fühlen sich verstanden und emotional unterstützt

  • Tiere helfen bei Trennungssituationen oder neuen Herausforderungen (z. B. Schuleintritt)


Schulische und soziale Effekte

Studien zeigen: Kinder mit Haustieren:

  • Haben bessere soziale Fähigkeiten

  • Zeigen mehr Kooperationsbereitschaft

  • Entwickeln höhere emotionale Intelligenz

Haustiere können also positive Entwicklungsimpulse für Kinder liefern.


Junge läuft mit Schäferhund durch eine Wiese
 „Regelmäßige Spaziergänge mit Hunden fördern Bewegung, reduzieren Stress und stärken die psychische Gesundheit.“

8. Haustiere im Senioren- und Pflegekontext


Einsamkeit im Alter

Ältere Menschen leiden oft unter Einsamkeit. Haustiere bieten:

  • Gesellschaft und Nähe

  • Motivation zu Bewegung (z. B. Spaziergänge mit Hunden)

  • Regelmäßigkeit im Alltag


Therapeutischer Einsatz in Pflegeheimen

Haustiere in Pflegeeinrichtungen fördern:

  • Emotionale Stabilität

  • Reduktion von Angst und Depressionen

  • Motivation zu sozialen Interaktionen


Bewegungsförderung und Gedächtnistraining

Hunde oder aktive Tiere unterstützen:

  • körperliche Aktivität

  • kognitive Stimulation durch P

  • Pflege, Füttern, Tierbeobachtung

  • Routine und Tagesstruktur

Rentner im Rollstuhl hält kleinen Hund im Arm
 „Haustiere bieten älteren Menschen Gesellschaft, Motivation zur Bewegung und Struktur im Alltag.“


9. Die Bedeutung von Verantwortung und Routine


Tagesstruktur und psychische Stabilität

Haustiere erfordern tägliche Pflege. Das sorgt für:

  • Stabilität im Tagesablauf

  • Zielorientierung und Selbstwirksamkeit

  • Reduzierung von Leere und Isolation


Langfristige Effekte auf mentale Gesundheit

Regelmäßige Routine durch Haustiere:

  • Erhöht Selbstbewusstsein

  • Fördert emotionale Resilienz

  • Unterstützt präventiv psychische Stabilität


10. Haustiere als Therapieinstrumente


Animal Assisted Therapy (AAT)

Tiergestützte Therapie nutzt Tiere gezielt zur Unterstützung psychischer und physischer Gesundheit:

  • Kliniken: Hunde oder Katzen als emotionale Stütze

  • Schulen: Hunde helfen bei sozial-emotionalen Herausforderungen

  • Seniorenheime: Tiere fördern Aktivität und soziale Interaktion


Therapeutische Programme in Schulen, Kliniken und Seniorenheimen

  • Psychiatrische Einrichtungen: Hunde senken Stress und Angst

  • Kinderprogramme: Interaktion mit Tieren verbessert soziales Verhalten

  • Seniorenprogramme: Tiere motivieren zu Bewegung, Struktur und Gedächtnistraining


Kosten-Nutzen und praktische Umsetzung

Vorteile tiergestützter Therapie:

  • Reduktion von Medikamentenbedarf

  • Verbesserung emotionaler Stabilität

  • Förderung sozialer Interaktion


11. Integration von Haustieren in den Alltag


Tipps für berufstätige Menschen

  • Kurze Spielpausen: Entspannung zwischendurch

  • Strukturierte Fütterungszeiten: fördert Routine

  • Hundefreundliche Pausenräume oder Spaziergänge: Stressabbau


Haustiere und Freizeitgestaltung

  • Gemeinsame Aktivitäten fördern Bewegung und soziale Kontakte

  • Hundesport oder Katzenspielzeug für mentale Stimulation

  • Ausflüge und Tier-Events erhöhen Lebensqualität


Reisen, Urlaub und Haustierbetreuung

  • Urlaub mit Haustier: Planung, Transport, Unterkunft

  • Betreuung durch Freunde oder professionelle Dienste

  • Kurzzeitige Tierpensionen bei längerer Abwesenheit


Kind beobachtet Fische in einem Aquarium
„Selbst passive Tierkontakte wie Aquarienbeobachtung wirken beruhigend und senken Stresswerte.“


12. Kritische Aspekte der Haustierhaltung


Verantwortung und Verpflichtung

  • Haustiere benötigen Zeit, Pflege und Aufmerksamkeit

  • Fehlende Verantwortung kann Stress erzeugen


Emotionale Belastung durch Krankheit oder Tod

  • Trauerreaktionen sind häufig intensiv

  • Psychologische Begleitung oder Trauerbewältigung kann notwendig sein


Wahl des passenden Haustiers

  • Aktivität, Wohnsituation, Lebensstil berücksichtigen

  • Tierart muss zur Persönlichkeit passen

  • Langfristige Bindung, Kosten und Pflegeaufwand bedenken




13. Praktische Tipps: So profitieren Sie psychisch von Haustieren


  1. Regelmäßige Interaktion einplanen

    • Tägliches Streicheln, Spielen oder Spazierengehen fördert Oxytocin und senkt Stresshormone.

  2. Tagesstruktur durch Tierpflege aufbauen

    • Fütterungszeiten, Pflege und Bewegung sorgen für Routine und Stabilität im Alltag.

  3. Achtsamkeit beim Umgang mit Tieren üben

    • Beobachten, Streicheln oder bewusstes Spielen lenkt vom Grübeln ab und unterstützt mentale Entspannung.

  4. Gemeinsame Bewegung nutzen

    • Spaziergänge mit Hunden oder interaktive Spiele mit Katzen fördern körperliche Gesundheit und reduzieren Angst.

  5. Tierkontakte für soziale Interaktion nutzen

    • Hundeschulen, Tierparks oder Online-Communities bieten soziale Ankerpunkte und helfen gegen Isolation.

  6. Therapeutische Angebote prüfen

    • Tiergestützte Therapie oder Assistenztiere können gezielt psychische Stabilität fördern.

  7. Haustiere bei Kindern zur Förderung von Empathie einbeziehen

    • Kinder lernen Verantwortung, Rücksichtnahme und emotionale Intelligenz durch Pflege und Interaktion.

  8. Langfristige Bindung berücksichtigen

    • Ein Haustier erfordert Planung und Verantwortung. Die Wahl des passenden Tiers ist entscheidend für psychisches Wohlbefinden.

  9. Stressbewältigung bewusst gestalten

    • Tiere können als „emotionale Puffer“ genutzt werden: kurze Pausen oder Spielen helfen, Angst und Stress zu reduzieren.

  10. Tierspezifische Bedürfnisse beachten

    • Jede Tierart hat eigene Bedürfnisse (Bewegung, Ruhe, Spiel), die für eine positive Wirkung auf die Psyche erfüllt werden müssen.


Mann kuschelt mit Katze
„Das Streicheln von Katzen senkt Cortisol, erhöht Oxytocin und wirkt beruhigend auf das Nervensystem.“

14. Fazit

Haustiere sind mehr als nur Begleiter – sie können unsere psychische Gesundheit nachhaltig stärken. Sie reduzieren Stress, fördern positive Emotionen und helfen, Einsamkeit zu verringern. Gleichzeitig bringen sie Struktur in den Alltag und unterstützen Menschen in verschiedenen Lebensphasen – von Kindern bis Senioren.

Wichtig ist jedoch, die Verantwortung nicht zu unterschätzen. Wer Zeit, Pflege und Aufmerksamkeit investieren kann, gewinnt mit einem Haustier einen wertvollen emotionalen Unterstützer im Alltag.


15. FAQs



Wie wirken Haustiere auf unsere Psyche?

Haustiere senken Stresshormone, steigern Glückshormone (Oxytocin, Serotonin, Dopamin) und reduzieren Einsamkeit. Sie fördern emotionale Stabilität, Resilienz und soziale Interaktion.


Welche Tiere eignen sich besonders zur Stressreduktion?

Hunde, Katzen, Kaninchen und Fische gelten als besonders wirksam. Hunde fördern Bewegung und soziale Kontakte, Katzen und Fische beruhigen durch Nähe und Beobachtung.

Können Haustiere bei Depressionen helfen?

Ja. Studien zeigen, dass der Kontakt zu Haustieren depressive Symptome lindert, das Selbstwertgefühl stärkt und die Motivation im Alltag erhöht.

Welche Vorteile haben Kinder durch Haustiere?

Kinder entwickeln Empathie, Verantwortungsbewusstsein und soziale Fähigkeiten. Haustiere helfen auch bei der Stressbewältigung und emotionalen Stabilität.

Wie können Haustiere ältere Menschen unterstützen?

Sie bieten Gesellschaft, fördern Bewegung, strukturieren den Alltag und verringern Einsamkeit. Tiergestützte Programme in Pflegeheimen erhöhen zudem Lebensqualität und soziale Interaktion.

Was ist der Unterschied zwischen Therapietieren und Assistenztieren?

  • Therapietiere: Unterstützen Patienten gezielt in Kliniken, Schulen oder Pflegeeinrichtungen.

  • Assistenztiere: Speziell ausgebildet, um Menschen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen im Alltag zu helfen.

Wie wähle ich das passende Haustier für meine psychische Gesundheit?

Berücksichtigen Sie: Persönlichkeit, Aktivitätslevel, Zeit, Wohnsituation und Pflegeaufwand. Das Tier sollte zu Ihrem Lebensstil passen, um positive psychische Effekte zu erzielen.

Können Haustiere langfristig psychische Stabilität fördern?

 Ja. Regelmäßige Interaktion, Verantwortung und emotionale Bindung verbessern Resilienz, reduzieren Stress und fördern langfristig emotionale Stabilität.



15. Über mich


Mein Name ist Claudia Weidinger und ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und systemische Beraterin mit eigener Praxis in Bayreuth.

In meiner Arbeit begleite ich Menschen in herausfordernden Lebensphasen, bei persönlichen Krisen oder auf dem Weg zu mehr Klarheit, Stabilität und innerem Wachstum.


Mein Ansatz ist geprägt von Wertschätzung, Offenheit und einem ganzheitlichen Blick auf die individuellen Lebensumstände. Die systemische Beratung ermöglicht es, nicht nur den Einzelnen, sondern auch seine Beziehungen, Muster und Ressourcen in den Blick zu nehmen.

Frau mittleren Alters

Dabei ist es mir besonders wichtig, gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln und nachhaltige Lösungen zu erarbeiten.

In meiner Praxis biete ich einen geschützten Raum, in dem alles Platz haben darf – Gedanken, Gefühle und Fragen. Mein Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Stärken wiederzuentdecken und ihren persönlichen Weg selbstbewusst zu gestalten.


Terminvereinbarung:

📞 0921/79326604

📍 Rathstraße 17, 95444 Bayreuth




16. Quellenverzeichnis

  1. Beetz, A., Uvnäs-Moberg, K., Julius, H., & Kotrschal, K. (2012). Psychosocial and psychophysiological effects of human-animal interactions: The possible role of oxytocin. Frontiers in Psychology, 3, 234.

  2. Friedmann, E., Son, H., & Tsai, C. (2010). The animal-human bond: Health and wellness. Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice, 40(5), 1155–1168.–

  3. McNicholas, J., Gilbey, A., Rennie, A., Ahmedzai, S., Dono, J., & Ormerod, E. (2005). Pet ownership and human health: A brief review of evidence and issues. BMJ, 331(7527), 1252–1254.–

  4. O’Haire, M. E. (2010). Companion animals and human health: Benefits, challenges, and the road ahead. Journal of Veterinary Behavior, 5(5), 226–234.–

  5. Kamioka, H., Okada, S., Tsutani, K., Park, H., Okuizumi, H., Handa, S., ... & Mutoh, Y. (2014). Effectiveness of animal-assisted therapy: A systematic review of randomized controlled trials. Complementary Therapies in Medicine, 22(2), 371–390.

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  11. Walsh, F. (2009). Human-animal bonds I: The relational significance of companion animals. Family Process, 48(4), 462–480





 
 
 

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